"Der Herr hat mir Brüder gegeben..." (hl.Franziskus von Assisi)


Der heilige Franziskus plante nicht die Gründung einer Gemeinschaft, noch eines kirchlichen Ordens. Mit der Zeit bildete sich um den heiligen Franziskus eine immer grösser werdende Gruppe von jungen, begeisterten Gefährten. Darum spricht er im Testament (14) von "der Herr hat mir Brüder gegeben."  Die Brüder an seiner Seite sieht er als Geschenk Gottes. Einige der ersten Gefährten waren zum Beispiel Bernard von Quintavalle, der Jurist Peter Catani, Ägidius von Assisi, der Priester Silvester, ein verarmter Adliger, Morico, Sabatino oder Johannes von Capella. In der ersten Gefährtengruppe waren alle sozialen Schichten der damaligen Zeit vertreten.
Auch heute, in unserer Gemeinschaft leben ganz verschiedene Brüder, mit unterschiedlichen Biografien, mit verschiedenen Begabungen, Stärken und Schwächen. Aber genau darin, in diesem Ruf Gottes, der verschiedene Brüder zusammenruft, um ihm nachzufolgen, können wir Zeugen sein für die Frohe Botschaft in der Welt!
In der Dankbarkeit, dass Gott jeden von uns einzelnen gewollt und geschaffen hat, ist es unser Auftrag Geschenk zu werden und auch den anderen in aller menschlichen Schwachheit als Geschenk zu betrachten. Dies zu leben, bleibt wohl die Herausforderung unserer Berufung! Doch genau diese herausfordernde Berufung ist es, die uns selbst als Mensch wachsen und reifen lässt. Papst Franziskus bringt es mit seinem Wahlspruch auf den Punkt: "Gott beruft, weil er sich meiner erbarmt."

(Foto vom letzten Kustodiekapitel 2017. Auf dem Foto fehlt Bruder Otmar Egloff. Auf dem Foto sind auch die drei aktuellen Postulanten (zivil), die im Postulat auf der Insel Werd sind.)